Wer feiert nicht…

Mai 23, 2009

an diesem Tag Deutschlands Erreichen des Frührentenalters.

Gestern abend kam bei Caren Miosga und ihren Tagesthemen gegen Schluß ein schöner Beitrag zur 60jährigen Geschichte Deutschlands. Und da man ja in den Tagesthemen keine Zeit hat (“und bist du noch so fleissig, es bleibt bei einsdreissig”) für lange Beiträge, hat man 60 Jahre in 60 Sekunden gepresst. Man fängt an mit zerbombten Häusern und endet mit abstürzenden Börsenkursen.

Die Auswahl der Bilder darf nicht leicht gewesen sein (von der Auswahl der musikalischen Umrahmung ganz zu schweigen.

Besonders freut mich aber, dass sich Hansemann und Helga in die 60 Sekunden schleichen konnten.

Alex Böhm, du Drecksau

April 20, 2009

Was ein Buch.

Alex Böhm, die Hauptperson in Herrn Klupps Debüt “Paradiso” , will von Potsdam nach München, um von dort mit seiner Freundin nach Portugal zu fliegen.  Der Weg – den er mit verschiedenen Mitfahrgelegenheiten zurücklegt – führt ihn aber erstmal in seine Oberpfälzer Heimatstadt und zu einer berühmt berüchtigen Weiherfeier.

Der Leser darf teilnehmen  an diesem Trip und an den Lügen und Gedanken des hochunsymphatischen und brutalehrlichen Alex Böhm.

Um mehr zu erfahren, wer dieser Alex Böhm nun wirklich ist, hier einige Worte des Autors:

Dieses Buch ist einfach phänomenal.  Man muss es so sagen.

Ich will doch nur gewinnen…

April 19, 2009

Warum nehme ich nun ausgerechnet an diesem Gewinnspiel teil?  Ich zähle mich ja nicht einmal zur Mac Community. Mac-los steuer ich seit jeher  durch mein Leben und als einziges Produkt von Apple darf ich ein etwas älteres Model des Ipods nennen, welches aber auch schon seit Monaten ungebraucht im Regal liegt.  Ich steuer nämlich auch schon seit einiger Zeit ohne Knopf im Ohr durch die Welt. Auch sonderbar, wenn ich mir das so überlege.  Von heute auf morgen, ist das passiert. Vielleicht sollte das Apple Magazin mal darüber schreiben.

Aber hier gehts ja nicht um meine Nutzungsabnutzung des Ipods. Sondern um ein Gewinnspiel von Sevenmac. Und die wollen, dass man obige Links in einen Blogeintrag einbaut. Voila!

Nun heisst es die MultiTouch-Display -bereiten Daumen  zu drücken und zu hoffen, dass man vielleicht ein bissele Glück hat. Denn mit dem neuen Iphone kann man ja anscheinend Radio hören. Und schon wären meine Knöpfe im Ohr wieder zurück.

Die Erde rockt…

April 14, 2009

und Paul Rudd auch.

via huffpost

Stillstand ist Fortschritt

März 25, 2009

Vielleicht schreibe ich jetzt über diesen Kurzfilm, weil ich diese Woche meine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen habe. Wortreich führte mir mein Versicherungsmensch wieder einmal vor Augen, dass das Risiko, von heute auf morgen seinen Statuts Quo des unbekümmerten gesunden Lebens zu verlieren, immer gegeben ist.

Es fielen Worte wie Burn Out, Schlaganfall, Krebs. Es wurden Szenarien beschrieben, in denen ich an der Kreissäge hantierend, zuerst durch einen Splitterflug auf einem Auge erblinde und dann halbblind und optisch beeinträchtigt ins Sägeblatt fasse.

Im Übrigen sorgt letzteres Szenario im meinen Falle nur für eine 90% Invalidität, aber womöglich nicht zu einer Berufsunfähigkeit. Dies müsste man prüfen, so der Versicherungsmensch. Daher sei es immer besser man schließt auch noch eine Unfallversicherung ab. Die prüft nichts, sondern zahlt sofort.

Vielleicht schreibe ich aber auch über diesen Kurzfilm, weil er wieder einen dieser doch nicht seltenen Momente auslöst, in denen man still im Kopf Gott dankt, Glück zu haben und gehabt zu haben: Der Körper funktioniert. Das Gehirn arbeitet. Und beide funktionieren und arbeiten unter eigentlich optimalen Rahmenbedingungen.

Diese Über-was-reg-ich-mich-eigentlich-auf-Momente weichen jedoch schnell wieder dem Trott der Alltagsbewältigung.

Schnell setzt man wieder mal nichts in Perspektive und die Schicksalsdankbarkeit verblasst und verstummt. Dann schimpft man lieber wieder über diese ur-nervige Situation sich mit der Berufsunfähigkeit beschäftigen zu müssen, wo doch jeder weiß, dass der Versicherungsmensch nur zu seinem Provisionsvorteil handelt, und man überhaupt gar nicht wisse, ob man den jemals das viele Geld sehen wird, dass man treudoof und risikofürchtig der Versicherung regelmäßig überweisen wird.

Dabei sollte ich dankbar sein, dass ich mich in einer Lebenssituation befinde, in der ich die Unfähigkeit mein Leben auf eigenen Beinen stemmen und leben zu können, versichern kann.

Ich glaub das ist der Grund warum ich diesen Kurzfilm hier verlinke. Wegen meiner fortschrittsfixierten Luxusprobleme.

(Kurzfilm “Stillstand ist Fortschritt” von Stefan Kleeberger via vimeo)

Dwidder

März 17, 2009

Twitter das SozialeNetzwerkMikrobloggingDingsi, ist ja zum Buzz-Wort des ach so jungen Krisenjahres verkommen. Wie wird das nur werden, wenn Twitter in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten sein ach so lang erwartetes Geschäftsmodell preisgibt…

via current tv

Mein Axel Haarmann

Februar 21, 2009

AxelH

Darf ich vorstellen: Axel Haarmann.

Jeden Tag, seit mehreren Wochen grüßt mich nun Axel Haarmann morgens, abends und mittendrin. Der Mann heißt mit aller großer Wahrscheinlichkeit nicht so, aber L. hat ihn gleich in der ersten Minute so genannt, als sie zwei Meter von ihm entfernt in meinem Zimmer stand und ihr die Behaarung im Bereich unterhalb der Schulter und neben dem Brustkorb als erstes ins Auge sprang: Die Geburtsstunde des Achselhaar-Mannes.  Ergo:  Axel Haarmann.

Axel Haarmann dient mir als mein Gefühls-Alter Ego. Nicht, dass ich mich Oberkörper nackt auf den Balkon stelle, die Arme in den Himmel recke und den Mund weit aufreiße. Nein, wenn ich mich gut fühle, dann ist das Bild Ausdruck von Freude und Ekstase. Dann ist Axel Haarmann mein Glücksmomentdurchleber und dies macht er nun mal oberkörpernackt. Er schreit die Freude hinaus und freut sich des Lebens.  Ich freue mich dann mit.

In Momenten der Abwesenheit eines Gutgefühls, also im Moment der Anwesenheit eines Sichschlechtfühlens, ist Axel derjenige, der diese momentane Frustration, Verzweiflung oder Wut bündelt und mit dem interrogativadverbistischen “Warum?“ in den Himmel schreit. Nicht in der Hoffnung auf eine Antwort, sondern eher als Ventil für die aufgestauten Emotionen. Wenn ich mir das so überlege, dann ist Axel, in solchen Momenten meine emotionale Bad Bank für Alltagsbewältigung.

Dies ist also Axel Haarmann für mich. Immer morgens, abends und mittendrin.

Die Fotografie ist im übrigen von Helge Sauber, der auch sehr nette Hundephotos macht.

Ein Stück Musik

Februar 12, 2009

Im Lied  “Leben wie Franzosen Autofahren” von Herrn Müller geht es darum dem Leben mit der gleichen Einstellung  zu begegnen, wie die Franzosen dem Auto und der Straßenverkehrsordnung gegenübertreten. Vorallem mit sehr viel Gelassenheit und Nonchalance.

Ich möchte Leben wie Franzossen Auto fahren
eine Delle macht nichts aus
und wenn die Kreuzung voll ist
fährt man trotzdem drauf.

Ein schönes  Bild von Herrn Müller. Ich glaube, ich möchte auch leben wie Franzosen Auto fahren.  Dellen und Kratzer ignorieren, einfach drauflosfahren und viel viel mehr hupen.

We are president

Januar 19, 2009

Amerika lebt diese Tage sein “united” im Landesnamen. Diese Tage erleben wir ein Konzentrat von United. The Unity of United.

Als Beweis sollen hier ein kollektives Amtseidablegen von NichtPräsidenten und ein Miteinandergelöbnis vieler US-Prominenter dienen. (beides via huffpost)

Morgen sitzt dann ein Gros der Welt united vor dem Fernseher oder vor dem Rechner und schaut zusammen die völlig individuell, einsame Amtseinführung des alleinigen 44.Präsidenten der USA.

Phernsehen

Januar 11, 2009

Am morgigen Primetime-Montag beginnt “Lost”  mit einer neuen Staffel. Ich muss gestehen, ich habe noch keine einzige Folge dieser Sensationsserie aus dem Hause ProSiebenSat1 gesehen. Was aber auch nicht weiter schlimm ist, da es aus dem Hause ABC nämlich eine sehr kurzweilige, wundervoll ironisch distanzierte Zusammenfassung all der Dinge gibt, die so in den ersten drei Staffeln passiert sind. Ein 8 Minuten Lost-Konzentrat:

Lieber Herr Geißendörfer, ich wünsche mir eine solch schöne Zusammenfassung der 1205 Folgen “Lindenstraße”  in – ich will ja nicht so sein – 30 Minuten!  Das muss doch machbar sein und wäre mal eine schöne Herausforderung

Eine andere Herausforderung ist es, immer wieder eine gut-funktionierende Dr. House Folge zu schreiben. Wie das geht und was man beachten muss, findet man hier. (via popkulturjunkie)

Meine persönliche TV-Serien-Herausforderung besteht in der nächsten Zeit einzig und allein darin, Zeit zu finden endlich einmal komplett Die Sopranos anzuschauen.  Das muss jetzt einfach irgendwann mal sein.


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