Es gibt Bilder, die begleiten einen ein ganzes Leben lang. Eines davon hab ich jetzt wieder gesucht, und auch gefunden.
Das Bild stammt aus Band 61 „Pyramiden“ der Was ist Was Reihe von Tessloff.

Die Bildunterschrift lautet: An hohen Feiertagen wurden bis zu 20.000 Menschen geopfert. Dieses Bild zeigt die Rekonstruktion des Tempelbezirkes von Tenochtitlan, der Hauptstadt der Azteken.
Aha. Soso. Meiner Meinung nach zeigt diese Bild eine Aztekenmann, der das Herz eines anderen Aztekenmannes aus eben jenem brutal gerissen hat, was zum grausamen Tode des „herzopfernden“ Aztekenmannes geführt hat. Das Azteken-Herz wird blutig und wohl noch pochend in die Luft gehalten. Andere Aztekenmänner huldigen dies.
Dieses Bild hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Als unbedarftes Kind mit einer zartbesaiteten Lego-Seele, machte ich mir Gedanken, was denn dieser Mann verbrochen haben muss, um so böse umgebracht zu werden. Ich konnt es nicht verstehen, war verstört und auf Jahre war das Azteken Volk bei mir unten durch. Ehrlicherweise, sind die Azteken immer noch meine “least favorite” Ureinwohner. Und alles nur wegen diesem Bild.
Irgendwann vor paar Jahren, wurde dann der Band überarbeitet und diese Illustration fiel raus. Zu spät für mich und mein Verhältnis zum Erbe der Azteken.
Schlagworte: Azteken, Kindheitstrauma, Was ist Was
November 12, 2007 um 10:16 |
Danke, du hast ja schon in unserer Selbsthilfegruppe von unserem gemeinsamen Bild gesprochen welches nicht nur dieses Urvolk in ein blutiges Licht rückt, sondern auch noch unsere Kindheit den letzten Hauch von Unbefangenheit genommen hat. Respekt dass du es wieder gefunden hast, dein Job hat sich gelohnt!
This is Bock Gärtner for Sprutz worlpress, New York!
November 12, 2007 um 5:58 |
Ich nenn dat mal Schleichwerbung…..aber ich bin ja nur ne Perle aussem Ruhrgebiet. ne….Werbung isset ja nicht…..aber doch ist es auch nicht ganz unschuldig…..
Ausserdem ist Dein least favourite Volk gekennzeichnet durch halbnackigen karneval und Caipis (wobei…gegen die beiden Tatsachen haste bestimmt nix wenn ersteres Frauen betrifft und zweiteres gut gemixt ist). Um es kurz zu machen: die Brasilianter.