An der Kasse

By sprutz

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Geheimzahl eingeben und mit Grün bestätigen!“

Ich frage mich, ob irgendwann mal ein Zeitpunkt kommt, wo die Kassiererinnen und Kassierer unseres Landes aufhören, das Kartenzahlprozedere zu erklären, denn man hat es schon oft genug gehört.

Manchmal möchte ich der Kassierin einfach mitten im Wort „Geheimzahl“ meinen Zeigefinger auf den Mund legen und „Sssh“ sagen. Und ihr dann mit wissenden Blick ein „Ich weiß Bescheid, kaufe fast nur mit Karte ein“ entgegenflüstern. Aber, das wäre auch recht unpassend und so sag ich meistens „ Klar, mach ich“ und zwinkere ihr zu.

Das ist selbstverständlich gelogen, das mach ich natürlich auch nicht. Eigentlich mach ich gar nichts, außer meine Geheimzahl eingeben und mit Grün bestätigen.

Und wo ich schon mal dabei bin, bei den Zahlungsweisen an der Kasse, möchte ich noch eine andere Sache erwähnen, die meines Erachtens Verbesserungspotential besitzt:

Ich bin Anhänger der „Erst Münze, dann Scheine“ Regel. Auch Tengelmann’sche Doktrin genannt (Gut, so wird sie bislang nur von mir genannt).

Denn mich nervt bei der Rückgeldannahme, wenn mir die Person an der Kasse zuerst den Schein in Hand gibt und dann das Kleingeld oben drauf legt. Dann stehe ich nämlich da und versuch unbeholfen, dass Kleingeld loszuwerden, um den Schein zu verstauen.

Mit „Erst Münze, dann Schein“ wird mir ein souveräner Abgang an der Kasse erleichtert und der Zahlungsflow verbessert.

Der „Erst Münze, dann Schein“ – Zahlungsflow:

1. Erst das Kleingeld, in die Hand des Kunden legen, der hierfür seine Handinnenfläche nach oben hält und zu einer Mulde formt.

2. Ist dann das Kleingeld in diese Mulde gelegt worden, platziert die rückgeldgebende Person den Schein bzw. die Scheine so in der Hand, dass der Rückgeldnehmer diese mit seinem Daumen und Zeigefinger fixieren kann.

3. Gleichzeitig kann dieser mit den anderen drei Fingern seiner Hand das Kleingeld umschließen.

4. Nun ist der Rückgeldnehmer in der Lage ohne Probleme nacheinander den Schein und die Münzen im Geldbeutel zu verstauen.

5. Der Kunde bedankt sich mit den Worten: „Zettel, brauch ich nicht.“

Es muss doch solch eine Aldi-Regel geben, die in Aldi Schulungen von Aldi Trainern vermittelt wird: „Heute zeigen wir Ihnen, wie Sie das Rückgeld so in die Hand des Kunden legen, dass die Einkaufserfahrung eine positive bleibt, auch wenn sie den Kunden einpacktechnisch überfordern, indem Sie 4 Artikel in der Sekunde durchscannen!“

Ach, genug vom Wechselgeld. Dann doch lieber die Geheimzahl mit Okay, Grün oder Bestätigen bestätigen und nach oben in die Lidl Kameras winken.

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2 Antworten zu „An der Kasse“

  1. Draven sagt:

    Den Artikel unterschreib ich dir sofort … das wäre doch mal ein Parteiprogramm … die MSP (Münze-Schein-Partei) sorgt für einen schnelleren Kassendurchlauf … jetz bräuchte Aldi nur noch einen bis zwei Einpacker, die den Kunden helfen die Waren, die im Schnelldurchgang über die Kassentheke wandern, zu verstauen … das noch ins Programm und ich hätte meine Lieblingspartei gefunden … dafür würde ich sogar Hauswand-Propaganda machen … WÄHLT MSP!

  2. Die Ex (-Mitbewohnerin) sagt:

    ach wie schön, das erinnert mich an die Zeiten, als wir noch beide gemeinsam völlig von der Schnelligkeit der Kassiererinnen überfordert waren… schnief… good old times… doppelschnief

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